Reallabor Berlin

Hallo und Willkommen!

„Um neue Ideen verstehen zu können, müssen wir neue Gedankenformen bilden, und das braucht Zeit. Komplexe Gedankenformen entwickeln sich wie lebendige Organismen. Sie wachsen und reifen langsam. Während sie das tun, müssen wir Räume schaffen, in denen sie sich entwickeln können.“
Natalie Knapp „Der Quantensprung des Denkens“

Das Reallabor Berlin war ursprünglich als commonsbasierter Bildungsträger konzipiert, und sollte von Vielen verwirklicht werden. Mittlerweile hat es sich den derzeitigen Begebenheiten angepasst und wird von mir allein als ein Projekt geführt, das im Wesentlichen aus drei Elementen besteht:

  1. Seminarangebote / Konzepte

Mit KollegInnen unterschiedlichen beruflichen und politischen Backgrounds biete ich Seminare und Workshops für verschiedene Zielgruppen an, um die Ideen einer gemeinwohlorientierten Wirtschaft, eines intrinsisch-gestützten Arbeitsbegriffes und einer freien, sich der individuellen Potenzialentfaltung verpflichtenden Bildung vorzustellen und mit den TeilnehmerInnen gemeinsam zu erarbeiten. Dabei geht es weniger um Theoriebildung als vielmehr um das Erkennen der eigenen, tief verwurzelten mentalen Verstrickung in den Infrastrukturen der Wachstumswirtschaft (Harald Welzer), dem Entwickeln eigener, praktischer Handlungsansätze und der Vermittlung von Elementen einer solidarischen Wirtschaft, die in unterschiedlichen Ansätzen innerhalb der internationalen Postwachstums-/ Commons-/ Transitionstownbewegungen bereits vorgelebt werden. Ein besonderes Anliegen des Reallabors ist es, diesen Bewusstseinswandel und die Möglichkeiten solidarischer Arbeits- und Wirtschaftsformen auch zu jenen Bevölkerungs- und Bildungsschichten zu bringen, die im Hamsterrad der Alternativlosigkeit stecken.

  1. Bewerbungs- und Transformationscoaching

Für Bildungsträger biete ich neben klassischem Bewerbungscoaching auch Transformationscoaching an. Unter Transformationscoaching verstehe ich einen Bewusstseinswandel anzuregen, der sich von der/dem marktgesteuerten Bewerber_in hin zu einer/einem intrinsisch-motivierten Lebensgestalter_in vollzieht. Gerade langzeitarbeitslose Menschen brauchen Perspektiven, die sich auch jenseits des Mainstreamarbeitsmarktes entwickeln könnten. Dazu gehört es, ein Verständnis für den tiefen Wandlungsprozess zu entwickeln, in dem sich unsere Arbeitsgesellschaft befindet. Die Ohnmacht, in der sich langzeitarbeitslose Menschen oftmals bewegen, kann durch einen Perspektivwechsel durchbrochen werden. Gerade in den Transitionstown-Projekten, den überall entstehenden Urban Gardening Projekten und den offenen Werkstätten kann die eigene Handlungsfähigkeit zurückgewonnen und das Gefühl der Ohnmacht durchbrochen werden. Durch die Erweiterung des Erfahrungshorizontes, dem Erleben neuer sozialer Kontakte und Kooperationen auf Augenhöhe können völlig neue Perspektiven entwickelt werden, die dem Einzelnen ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermitteln können.

  1. Blog-Beiträge

Der Blog besteht aus gesellschaftskritischen Texten, Reflexionen rund um die Themen Arbeit, Wirtschaft, Leben und möglicher Alternativen, die sich durch eine  wachstumsreduzierte, am Gemeinwohl orientierten Wirtschaft entwickeln könnten sowie aus Seminarberichten. Der Blog ist eine Weiterführung des Projektes www.gesellschaft-neu-denken.de, das ich Ende 2013 begonnen habe.

Ich freue mich über Anregungen, Feedback, Ideen, Vernetzungen und natürlich über Aufträge.

Herzliche Grüße, Marion Rädisch